Start in die DSLR Fotografie

#kamingesprächmitkitty
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Als ich noch in meinem alten Job gearbeitet habe – Vertriebsmarketing, IT-Company, Großraumbüro, Kantine – gab es das: Kamingespräche. Mit Kunden. Mit ausgewählten Mitarbeitern. Das höhere Management gab sich, meistens im Rahmen von Events, Abends in kleiner Runde die Ehre. Zu offenen Gesprächen. Zum Austausch.

Und auch wenn mir dabei sofort ältere Herren im Tweed-Anzug einfallen, in der einen Hand einen Cognac-Schwenker, in der anderen eine brennende Zigarre, möchte ich mich doch gerne mit euch vor den Kamin setzen. Ratschen. Austauschen. Eure Fragen beantworten. Und zwar mit denen unter euch, für die Fotografie kein Business ist.

Für alle Kollegen und und gleichgesinnte Selbständige werde ich die Kategorie ‚Coffeetalk‘ ins Leben rufen – ihr dürft also alle gespannt bleiben.

Obwohl ich absolut kein Technik-Freak bin, wird mir die Frage nach meiner Kamera wohl am häufigsten gestellt. Ich werde auch auf keinen Fall Empfehlungen für irgendwelche Kompaktkameras aussprechen – ich kann und werde euch nur von meiner eigenen Erfahrung und meinen Einstieg in die Fotografie berichten!

Letztlich ist meiner Meinung nach Equipment zwar nicht unwichtig aber auch nicht kriegsentscheidend.
Aber lasst uns doch damit mal beginnen…

Bevor ich mir meine erste Spiegelreflexkamera kaufte, habe ich mit einer Kompakten fotografiert. Zum Beispiel auch in unseren Flitterwochen. Aber ich spürte, dass ich mehr will. Ich wollte ausprobieren und mehr Möglichkeiten haben, ohne genau zu wissen, worauf ich eigentlich aus war.

Also habe ich mir eine DSLR (engl. digital single-lense reflex) gekauft. Für mich kamen nur zwei Marken in Frage: Canon oder Nikon. Ich habe Preise und Funktionalitäten verglichen, aber wenn ich ehrlich bin, war der Auslöser, mich für Nikon zu entscheiden, nur ein einziger. Ich hatte damals eine Handvoll SD-Speicherkarten (Secure Digital) und das Kameramodell, für das ich mich entschied, hatte einen SD-Slot. Bei Canon hätte ich noch mit CF-Karten (Compact Flash) aufrüsten müssen. Also kaufte ich die Nikon D90. [#funfact: Schon meine nächste Kamera (Nikon D300S) hatte zwei Kartenslots. Einen SD- und einen CF-Slot… :D]

Diese Kamera bot mir sowohl einen Automatik-Modus, verschiedene Programmoptionen (wie zb. Landschaft oder Makro), aber auch Programm-Modi (Zeitautomatik oder automatische Blendenwahl). Und eben auch die Manuelle Belichtungssteuerung.

Aber ehrlich – zu der Zeit hatte ich komplett keine Ahnung von ISO-Werten, Blendeneinstellung oder Verschlusszeiten.

Und obwohl ich theoretisch viel mehr Freiheiten und Gestaltungsmöglichkeiten gehabt hätte, habe ich trotzdem anfangs nur im Automatikmodus fotografiert.

Wenn ihr also eure Fotografie ein wenig ausbauen möchtet, kreativer in der Gestaltung sein wollt und experimentieren wollt, dann kann ich euch zum Einstieg diese Dinge mitgeben:

  • es kommt nicht darauf an, das teuerste Modell am Markt zu kaufen
  • beschäftigt euch nur mit Einsteiger-Spiegelreflexkameras; die Profi-Geräte sind vollgepackt mit Funktionalität, die ihr vermutlich am Anfang nicht nutzen werdet
  • achtet darauf, dass das Modell nicht nur voreingestellte Programme bietet (Landschaft, Makro, Portrait, etc.) sondern auch die Betriebsarten P (Programmautomatik), A (Zeitautomatik), S (Blendenautomatik) und vor allem auch M (manuelle Belichtungsteuerung) unterstützt.
  • lest in jedem Fall das Handbuch! Das klingt vielleicht profan, aber die Erfahrung hat mich persönlich gelehrt, dass das der Fehler ist, den die meisten machen: Die Einsteigermodelle sind zwar vergleichsweise günstiger zu haben als ein Vollformat-Profi-Gerät. Dennoch sind sie nicht kostenlos und ihr müsst schon ein bisschen Geld in die Hand nehmen dafür.
    Also ist es ratsam, sich auch mit den Optionen zu beschäftigen, die das Gerät bietet. Vielleicht leuchtet nicht alles gleich ein, aber ich kann euch sagen, ich nehme heute noch ab und zu das Handbuch zu meiner Kamera in die Hand und lese etwas nach!!
  • Beschäftigt euch unbedingt mit der Triangel aus ISO – Blende – Verschlusszeit. Denn nur der manuelle Modus bietet euch komplette Freiheit und die Macht über die Belichtung in eurem Foto!

Und über genau dieses Thema – manuelle Belichtung – und das magische Dreiergespann, werden wir das nächste Mal sprechen, wenn wir uns in der nächsten gemütlichen Runde an der Feuerstelle treffen werden.

Bis dahin, hoffe ich, dass dieser kleine Einstieg geholfen hat oder euch inspiriert, eure Fotografie ein bisschen voran zu treiben.

Lasst mich unbedingt in den Kommentaren wissen, ob ich den richtigen Nerv getroffen habe und welche eurer Fragen ich noch beantworten kann. Ich bin gespannt und freue mich sehr, dass ihr hier seid!

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