Shapewear oder ‘Come as you are’!???

Am vergangenen Samstag haben wir mit Kind No.1 Konfirmation gefeiert. Eine riesige Portion Familie mit oben drauf ein paar echten Mutti-Tränen, weil das Kind jetzt schon ‘so groß’ ist.
Und was wäre als Anlass besser geeignet ein neues Outfit zu besorgen, als dieser!??

Natürlich war ich wie immer spät dran mit allem. Wie es der Zufall wollte, wurde ich dann auf dem Style & Glow Event von Janet und Patricia, den ich mit meiner Kamera begleiten durfte, fündig. Die Mädels haben mich bequatscht, ich sollte unbedingt ein bestimmtes Kleid anprobieren… Hmmm, eigentlich war ich zum Arbeiten da… und schwups hatte ich es auch schon an 😆

Mega Farben, toller Schnitt in A-Linie, der meiner Figur extrem schmeichelt. Ich sah direkt so aus, als wäre ich gerade aus dem Urlaub gekommen!! Mein Spiegelbild hat mir mega gefallen! Ich wollte für die Konfirmation ein Outfit, das auffällt zwischen dem ganzen Einheitsblau, das Leute so typischerweise zu Kirchenveranstaltungen tragen. Das sprichwörtliche Meer sollte sich teilen, wenn ich in die Kirche komme 🤣 – und genauso ein Kleid hatte ich da an!

Ab dann gab es nur noch zwei Teufelchen auf meiner Schulter: Was würde Kind No. 1 zu einem Kleid sagen, mit dem in der Menge untertauchen schlicht unmöglich ist. UND: Wenn ich an mir runter schaute, gafften mich zwei Speckröllchen an, die mir den ganzen Spaß zu verderben drohten!

Geteilter Kummer ist halber Kummer und deswegen erzählte ich Janet davon, die sofort einen Schritt auf mich zu rückte und mit verschwörerischer Miene ihr eigenes Shirt anhob. Darunter verbarg sich eine kleine Menge Shapewear, die Janet mit den Worten kommentierte: “Kein Problem! Mit den Dingern ist alles an seinem Platz!”

Das Ende vom Lied: Ich hab das Kleid natürlich gekauft! Und umgehend eine kleine Umfrage in meiner Insta-Community gestartet und nach Empfehlungen für Shapewear gefragt. Nicht, dass ich nicht auch schon was im Schrank hätte, aber so einhundertprozentig zufrieden bin ich damit noch nicht…

Shapewear Selbstvertrauen Selbstwert Kitty Fried Personal Brand
Mit meinem Lieblingsmann

Ein paar wertvolle Tipps habe ich natürlich bekommen und für mich auch angeschaut, aber zu diesem speziellen Blogbeitrag hat mich ein ganz besonderer Kommentar gebracht:

Liebe Kitty, du brauchst kein Shape Wear. Du bist sooo wundervoll, wie du bist.
Du hast sooo eine wunderbare Ausstrahlung. Wir Frauen lassen uns oft so schnell durch irgendwelche Äußerlichkeiten verunsichern. Dabei kommt deine Superpower , dein Strahlen von Innen heraus. 🥰 Fühl dich gedrückt 🥰

Seit dieser Nachricht rattert es in mir. Wahrscheinlich aber anders, als du jetzt denkst…

Seit Jahren arbeite ich mit Frauen und JEDE EINZELNE hat irgendein Thema. Meistens eins mit ihrem Körper. Einem bestimmten Körperteil. Oder ihrer Statur im Allgemeinen.

Auch ich habe ein Thema. Diese Röllchen vorne stehen, wie ich finde, in einem ungünstigen Missverhältnis zu meinem Busen… Klar, ich könnte ein bisschen schlanker sein und grundsätzlich mag ich meine Oberweite, aber das Verhältnis Bauchrolle-zu-Cup-Größe… könnte besser sein, finde ich 😉

Je nach Zyklusphase und Jahreszeit hadere ich mal mehr und mal weniger damit. Aber manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass, je älter ich werde, desto friedvoller bin ich dahingehend mit mir selbst.

Was super viel mit mir gemacht hat: Seit einer Farbberatung mit Janet (alias Frollein Wundertüte) bin ich etwas experimenteller mit meinen Kleidungsstücken geworden. Und seit ich (an)erkannt habe, dass ich als Typ eben auch eine Marke bin, beginne ich auch meine Unebenheiten etwas liebevoller zu umarmen.

Was hat das mit Shapewear zu tun?

Einfach alles.

Ja, die allermeisten Frauen benutzen Hilfsmittel wie Shapewear um etwas wegzumogeln. Um schlanker und/oder wohlgeformter auszusehen.

Sind sie deswegen unehrlich? Weniger authentisch?

Sind wir nur dann wirklich authentisch, wenn wir alle unsere Unebenheiten zur Schau stellen und damit hausieren gehen?

Ich finde nicht!
Authentisch sein bedeutet echt sein.
Glaubwürdig.
Verlässlich.

Nur weil ich mich schminke und meine Pickel und Rötungen abdecke, bin ich nicht weniger ich selbst.
Ich verstecke mich auch nicht in meiner Shapewear – im Gegenteil, durch sie gewinne ich mehr Sicherheit in meinem Auftritt. Ich verschaffe mir selbst die Zuversicht, dass alles an seinem Platz bleibt und ich mir keine Sorgen darüber machen muss.

Entsteht nicht also auch viel unserer Ausstrahlung und Sicherheit mit den Hilfsmitteln, derer wir uns täglich oder zu bestimmten Anlässen bedienen?
Make-up, Haarspray, Nagellack, Shapewear, gepolsterte BH’s, Radlerhosen unter Röcken (oder Babypuder), Achselpads usw…

Ganz ehrlich, ich finde, Jede von uns sollte tun, was sie tun muss, um sich Sicherheit in ihrem Auftritt zu verschaffen. Shapewear mogelt meine Pfunde nicht weg, sie formt sie nur. Solange ich das Gefühl habe, dass ich das für nicht und nicht wegen der anderen mache, bin ich fein mit mir.
(Ja, da ist eine hoch philosophische Frage, wie viel von diesem Antrieb tatsächlich in mir selbst entsteht und nicht doch von außen gemacht wird…! Aber dieses Gespräch vertagen wir auf eine gemütliche Tasse Tee!)

Personal Branding bedeutet du selbst zu bleiben

Workshop HowTo Personal Brand

Und Shapewear zu tragen verbiegt mich nicht!

Ich bin unendlich dankbar für diesen Impuls, der da gekommen ist – einfach, weil ich für mich das dadurch auch nochmal einordnen konnte.

Mich würde ziemlich dolle interessieren, wie du dazu denkst! Lass mir also super gerne deine Meinung und Gedanken zum Thema in den Kommentaren da! Ich freue mich auf den Austausch!

Kitty

Das Titelbild ist von meiner Kollegin Diana Hinz und unten von Samira Hashemi Tarighi.

#sharingiscaring
Kommentare
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Hey Kitty, das ist eine wirklich gute Frage! Natürlich “brauchst” du es nicht, aber vielleicht tut es dir gut? Keine von uns bleibt doch unbeeinflusst von der Mode, von der gängigen Meinung. Vielleicht würde ich mich anderes anziehen, schminken und verhalten, wenn ich allein im Wald wohnen würde? Tu ich aber halt nicht. Wer ist schon völlig frei von Beeinflussung? Wer kann von sich sagen, dass ihn die Meinung der anderen nicht interessiert? Klar, mit dem Alter kommt es mehr und mehr, dass ich auf die Meinung der anderen pfeife… aber was ich für mich “brauche”, kann ich eben nur alleine bestimmen.
Übrigens führt dein Kleid hier zu interessanten Diskussionen: Kind 1 findet, dass die Farbkombi gar nicht geht. Kind 2 findet es dagegen super genial! 🙂
Liebe Grüße!

Liebe Melanie, vielen Dank für deine Gedanken!!
😆 Ich liiiiebe die Farbkombi – das ist Sommer pur! Aber ich verstehe dein Kind 1, es ist gewagt 💥

Liebe Kitty,
zuerst: du siehst wunderschön aus!
Ich denke, wir alle haben Momente, in denen uns nicht alles gefällt, was uns aus dem Spiegel so anblickt.
Das ist eine Tatsache, mit der auch jede(r) anders umgeht.
Wenn ich solche Momente habe, kaschiere ich auch. Deshalb bleibe ich doch immer noch ich. Dieses “ich” spürt und sieht jeder, der mit mir zu tun hat. Das ist immer so. Authentizität ist wichtig in meinem Job, denn nur so ist das Vertrauen herstellbar, ohne das ich nicht arbeiten kann.

In diesem Sinne: wir sind, wer wir sind, egal was wir tragen!

VIELE liebe Grüße

Iris

Liebe Iris, ich danke dir von Herzen für deine Worte! Genauso ist es, wir bleiben, wer wir sind. Im besten Fall.

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